Presse Hochschule Koblenz forscht interdisziplinär zum Thema nachhaltige Entwicklung

  • Von links nach rechts: Prof. Dr.-Ing. Thomas Schnick, Prof. Dr.-Ing. Manfred Breitbach, Dipl.-Ing. BDA Peter Thomé, Prof. Dr.-Ing. Marc Nadler, Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Bogacki, Prof. Dipl.-Ing. Michael Schuchardt und Prof. Dipl.-Ing. BDB Martin Zerwas

Mehrere forschungsstarke Professoren und Dozenten aus verschiedenen Fachgebieten der Hochschule Koblenz haben sich nun zu einem interdisziplinären „Forschungscluster für nachhaltige Entwicklung“ zusammengeschlossen. Damit verfolgen sie das Ziel, ihre unterschiedlichen fachlichen Kompetenzen mit dem gemeinsamen Fokus auf Forschungs- und Entwicklungsprojekte für eine nachhaltige Entwicklung zu bündeln. Gemeinsam möchten Sie entsprechende Projekte vorantreiben, Förderanträge stellen und als leistungsstarker Dienstleister für Behörden und Unternehmen auftreten.

In ihrer Erklärung zur Hochschulbildung für nachhaltige Entwicklung vom November 2009 fordert die Hochschulrektorenkonferenz unter anderem, dass „In Forschung und Wissenstransfer, wo immer angezeigt, fachliche Spezialisierung mit fächerübergreifenden und interdisziplinären Perspektiven verbunden werden sollten, um den komplexen Wechselwirkungen zwischen Mensch und Umwelt Rechnung zu tragen.“ Einzelne Professorinnen und Professoren der Hochschule Koblenz haben in diesem Sinne bereits bei einzelnen Projekten punktuell kooperiert. Mit der Gründung des Forschungsclusters intensivieren sie ihre Zusammenarbeit und stellen sie auf eine institutionelle Basis.

„Ziel des Forschungsclusters ist es zum einen, Unternehmen, Kommunen und Behörden in der Region mit wissenschaftlichen Methoden dabei zu unterstützen, innovative Projekte zur nachhaltigen Entwicklung anzustoßen und zum Erfolg zu führen“, betont Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Bogacki, Vizepräsident für Lehre an der Hochschule Koblenz. Zum anderen sei es ein dezidiertes Ziel des Forschungsclusters, durch die Zusammenführung der verschiedenen fachlichen Spezialisierungen und einen interdisziplinären Forschungsansatz erfolgreiche Anträge bei nationalen und EU-weiten Forschungsprogrammen zu stellen.

Die Gründungsmitglieder des Forschungsclusters decken bislang vor allem Fachgebiete aus den Bereichen Bauingenieurwesen, Architektur und Maschinenbau ab. Dazu gehören Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Bogacki (Klimawandel, Wasserwirtschaft und Umwelt-Informationssysteme), Prof. Dr.-Ing. Manfred Breitbach (Prognoseverfahren Dauerhaftigkeit, Betoninstandsetzung kommunale Infrastruktur sowie Lager im Bauwesen), Prof. Dr.-Ing. Marc Nadler (numerische Strömungsmechanik und Wärmeübertragung), Prof. Dr.-Ing. Thomas Schnick (Entwicklung von Funktionsoberflächen, Produktentwicklung mittels 3D-Druck, Energiemanagement), Prof. Dipl.-Ing. Michael Schuchardt (Fassaden: Konstruktion, Prüfung, Begutachtung), Prof. Dipl.-Ing. Uwe Simon (Architektur, Baukonstruktion, Holzbau), Dipl.-Ing. BDA Peter Thomé (Regionales Bauen, lebenszyklische Modelle) sowie Prof. Dipl.-Ing. BDB Martin Zerwas (Gebäude-Energieeffizienz, thermische Gebäudesimulation, Zertifizierungssystem).

„Den Gründungsmitglieder des Forschungscluster Nachhaltigkeit ist bewusst, dass eine nachhaltige Entwicklung nicht nur technische und gestalterische Aspekte beinhaltet, sondern immer auch nachhaltige sozio-ökonomische Rahmenbedingungen umfasst“, weiß Prof. Dipl-Ing. Michael Schuchardt, der Sprecher Gruppe. Diese sei daher auch nicht als geschlossene Gesellschaft zu verstehen: „Forschungsaktive Kolleginnen und Kollegen aus entsprechenden Fachgebieten sind ausdrücklich eingeladen, sich an dem Forschungscluster zu beteiligen.“ Die Gruppe trifft sich das nächste Mal am Dienstag, 3. Dezember 2013, um 10.00 Uhr im Besprechungsraum H119. Alle Interessierten sind herzlich dazu eingeladen.

Behörden und Unternehmen, die sich mit speziellen Fragestellungen zum Themenfeld nachhaltige Entwicklung an das Forschungscluster wenden möchten, kontaktieren am besten Prof. Dipl-Ing. Michael Schuchardt unter schuchardt oder telefonisch unter (0261) 9528-642.