Presse Absolvent der Werkstofftechnik Glas und Keramik erhält VDI-Förderpreis

Für seine Bachelorthesis im Studiengang Werkstofftechnik Glas und Keramik am WesterWaldCampus Höhr-Grenzhausen der Hochschule Koblenz ist Jasper Neese aus Bendorf mit dem diesjährigen Förderpreis dersMittelrheinischen Bezirksvereins im Verein Deutscher Ingenieure e.V. (VDI) ausgezeichnet worden. Einen weiteren Förderpreis erhielt ein Absolvent der Universität Koblenz Landau. Festlich übergeben wurden die Preise beim Sommertreffen des VDI-Bezirksvereins in der Jugendherberge Leutesdorf.

  • Jasper Neese B.Eng. (rechts) aus Bendorf erhielt den Förderpreis des VDI für besonders herausragende ingenieurwissenschaftliche Abschlussarbeiten aus der Hand des Vorsitzenden des VDI Mittelrhein, Dr. Thomas Kinsky (ganz links) während des VDI-Sommertreffens. Foto: VDI

  • Der Vorsitzende des VDI Mittelrhein Dr. Thomas Kinsky (ganz links) und der stellv. Vorsitzende Dipl.-Ing. Werner Schumacher (ganz rechts) gratulierten beim Sommertreffen der VDI-Mitglieder mit ihren Familien und Gästen in Leutesdorf den beiden Absolventen Lukas Buchhold, B.Sc. (2.v.l.) und Jasper Neese, B.Eng. (3.v.l.) für ihre ausgezeichneten ingenieurwissenschaftlichen Bachelorarbeiten. Foto: VDI

Seit vielen Jahren verleiht der Mittelrheinische Bezirksverein im Verein Deutscher Ingenieure e.V. (VDI) seinen Förderpreis für exzellente Abschlussarbeiten in ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen. Bisher wurden bereits über 50 Preisträger auf diese Weise geehrt. "Diese Auszeichnung hat einen ideellen Wert und wir wollen neben der Förderung des Nachwuchses aufzeigen, welche Innovationskraft in unserer Region von jungen qualifizierten Menschen ausgeht", so der Vorsitzende des Vereins, Dr. Thomas Kinsky, der unter dem Beifall des Publikums die Urkunden und Geldpreise an Buchhold und Neese überreichte.

Jasper Neese (B.Eng.) aus Bendorf beschäftigte sich in seiner Abschlussarbeit an der Hochschule Koblenz im Studiengang Werkstofftechnik Glas und Keramik damit, den Einsatz von Feuerbeton, der unter anderem im Hochofenbau verwendet wird, zu optimieren. Bisherige Materialien sind bei niedrigeren Temperaturen und in der Aufheizzeit des Hochofens defektanfällig. Zusammen mit der Firma Refratechnik Steel GmbH, Bendorf, entwickelte er eine Hybridbindung des Werkstoffs, welche ein besseres Ergebnis bringt: So können die Aufheizzeiten des Hochofens verkürzt werden und ebenso kann das Material auch bei niedrigeren Temperaturen verwendet werden, ohne dass der Beton Schaden nimmt.

Lukas Buchhold (B.Sc.) aus Koblenz erklärte den Zuhörern, wie einem Roboter "beigebracht" werden kann, dass er das Bier auf Bestellung aus dem Kühlschrank holt und dabei zwischen verschiedenen Biersorten unterscheiden kann. Mit diesem Beispiel zeigte er den praktischen Bezug der Robotik zum Alltag. In seiner Bachelorarbeit forschte Buchhold daran, wie man Robotern die benötigte visuelle Wahrnehmung geben kann, wie sie zu lernenden Maschinen werden, damit sie in Zukunft autonom in verschiedenen Arbeitsbereichen eingesetzt werden können. Grundlagen seiner Arbeit an der Universität Koblenz-Landau sind die Fachbereiche Bildbearbeitung, Objekterkennung und semantische Segmentierung.