SPM Überblick Arbeitsmarktorientierung

Der Sportmanager - Ein Berufsbild mit Zukunft und Gestaltungsfreiheit.

Die individuelle Nachfrage nach sportlicher Betätigung ist groß, immerhin sind rund 70% der Bevölkerung in Deutschland sportlich aktiv. Circa 1,8% aller Käufe der privaten Haushalte entfallen auf Sportgüter, etwa so viel wie die Ausgaben für Körperpflegemittel oder Tabakwaren ausmachen. Neben dem Markt der aktiv Sporttreibenden boomt der Markt der Sportzuschauer. Die Fußball-Bundesliga meldet Zuschauerrekorde, Basketball, Handball und Eishockey haben sich etabliert. Jährliche wiederkehrende und viele besondere Sportveranstaltungen ziehen Tausende in den Arenen und oftmals mehrere Millionen TV-Zuschauer in ihren Bann.

Vor dem Hintergrund der stabilen, in einigen Facetten weiter steigenden Nachfrage nach sportlicher Betätigung, des Bedeutungszuwachses sportiver Lebensstile, der Eventisierung sowie der damit einhergehenden Spezifikation von Infrastrukturen und Rechtepositionen gilt der Sport als Wachstumsmarkt. So liegt es denn nahe, auch den vermeintlich noch unerschlossenen Arbeitsmarkt Sport zu entwickeln.

Insgesamt sind im oder durch den Sport rund 700.000 Personen beschäftigt, andere Schätzungen gehen sogar von einer Million aus, und damit liegt der Anteil der im Sport Beschäftigten bei über 2% bis zu 3,3% der abhängig Beschäftigten. Hierbei sind die sekundären Arbeitsmarkteffekte, beispielsweise der Sportanlagen- und -gerätebau noch nicht einmal berücksichtigt. Die Mehrzahl der unmittelbar im Sport Beschäftigten arbeitet bei den Sportvereinen (47%), rund 440.000 sind als Sportlehrer, Trainer, Verbandsfunktionäre oder bei Unternehmen als Manager für Sportstätten, Sportreisen, Sporturlaub, Werbung etc. beschäftigt (24%). Daneben sind Ligaorganisationen, Sportrechtevermarkter, Eventveranstalter und andere Dienstleister längst etabliert. Auch die deutsche Sportartikelindustrie beschäftigt rund 120.000 Mitarbeiter und viele Unternehmen sind als Sponsoren im Sport aktiv.