Aktuelles Themenwoche am RheinAhrCampus

Kabarett, Rap, Vorträge und Filmabende zum Thema „Forever Young“

  • Der Kölner Kabarettist Fatih Çevikkollu sorgte für einen amüsanten Start in die Themenwoche am RheinAhrCampus. (Foto: Susanne Dröppelmann)

  • Das Bonner Duo "Simon und Ingo" sorgte mit Songs mit Gitarre, Gesang und Rap für einen kurzweiligen Dienstagmittag. (Foto: Susanne Dröppelmann)

  • Die Alumni der Pioniergeneration von 1998/1999 hatten für die aktuellen Studenten wertvolle Tipps in der Tasche. (Foto: Gisela Niedzwetzki)

  • Professor Dr. Heiko Weckmüller ging in seinem Vortrag auf die Entwicklung der Heimarbeit in den vergangenen zwanzig Jahren ein. (Foto: Susanne Dröppelmann)

Ende Oktober fand bereits zum vierten Mal die Themenwoche an der Remagener Hochschule statt. In diesem Jahr hatten die Organisatoren ein abwechslungsreiches Wochenprogramm zum Thema: „Forever Young – 20 Jahre RheinAhrCampus“ auf die Beine gestellt. Studenten, Mitarbeiter, Professoren und Interessierte aus der Region waren herzlich an den RheinAhrCampus eingeladen.

Die Themenwoche wurde am Montag, 24. Oktober mit dem amüsanten Programm „Forever young oder alles nur FatihMorgana?“ des Kölner Kabarettisten Fatih Çevikkollu eröffnet. Wer ist jung und wer ist alt? Wer ist ein Einheimischer in der digitalen Welt und wer ist Migrant? Und was unterscheidet uns Menschen von intelligenten Maschinen? All diesen Fragen ging der Kabarettist gemeinsam mit dem Publikum auf den Grund.

Weiter ging es am Dienstagmittag mit dem Bonner Duo „Simon und Ingo“. Mit ihren Songs mit Gitarre, Gesang und Rap wagten die Liedermacher einen Spagat zwischen Humor und Ernsthaftigkeit. Mit dem Titel "Ein perfekter Tag" wurden die Studenten und Hochschulangehörigen gleich zu Beginn des Auftritts zum Mitmachen aufgefordert. Am gleichen Abend war Professor Dr. Antonio Krüger, Direktor des Deutschen Forschungszentrums für künstliche Intelligenz zu Gast. Krüger beleuchtete mit großer Sachkenntnis und sehr anschaulich die Historie, die aktuellen Entwicklungen und die Chancen der künstlichen Intelligenz.

Der Mittwoch stand ganz im Zeichen der vergangenen 20 Jahre. Absolventen der Pioniergeneration des RheinAhrCampus berichteten im Audimax über ihre Studienzeit. Aufgrund der damaligen geringen Studentenzahl in den Vorlesungen fand ein direkterer Austausch mit dem Lehrpersonal statt. Zu Beginn des Wintersemesters 1998/1999 waren in der gesamten Hochschule Remagen nur 119 Studenten eingeschrieben. Aber es gab auch ein paar Einschränkungen. Anfangs mussten die Pioniere auf das Internet verzichten. Heute kann am gesamten Campus kostenloses WLAN in Anspruch genommen werden. Bei ihrem beruflichen Werdegang, da waren sich die Alumni einig, halfen die gesammelten Auslandserfahrungen. Die anwesenden aktuellen Hochschüler erhielten noch weitere wertvolle Tipps für ihre Karrieren und Lebenswege.

Professor Dr. Heiko Weckmüller sprach am 25. Oktober zum Thema „Von der Heimarbeit zum Homeoffice: 20 Jahre Flexibilisierung der Arbeit“. Der Referent ging auf die - im Gegensatz zu früher - jetzt vorhandene technische Unterstützung für die Teleheimarbeit ein. In vielen Unternehmen ist diese Form der Beschäftigung aber immer noch nicht vorgesehen. Aber warum verbreiten sich die Homeoffice Angebote in Deutschland nur schleppend? Oftmals wird ein Kontrollverlust und damit verbunden eine geringere Produktivität befürchtet. Allerdings zeige sich in wissenschaftlichen Untersuchungen ein positiver Effekt, vor allem, weil Beschäftigte ihre Arbeit als selbstbestimmt erlebten, so Weckmüller.

Den Abschluss der Themenwoche bildete der Workshop „Managing Cultural Diversity“, der wie in jedem Jahr wieder von Dr. Laurent Borgmann, Leiter Sprachen/Internationales, mit zahlreichen internationalen Studenten und Gästen durchgeführt wurde.

Eine Woche lang konnten Studenten, Mitarbeiter und Gäste viele interessante und lehrreiche Angebote besuchen. Die Remagener Hochschule möchte sich bei allen Künstlern, Referenten und dem Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) des Campus bedanken. Der AStA organisierte verschiedene Filmabende passend zum Thema in der BaRaCke, der Studentenkneipe am Bahnhof.

Die Themenwoche wird durch die Ausstellung „Deutschlandbilder“ abgerundet. Die Leih-Ausstellung der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland ist noch bis zum 23. November 2018 zu den Öffnungszeiten des Campus im Foyer des 1. Obergeschosses im Gebäude E der Joseph-Rovan-Allee 2 in Remagen zu sehen. Die Ausstellung zeigt die Sicht des Auslands auf Deutschland im Spiegel der Karikatur. Wie nimmt das Ausland Deutschland und die Deutschen wahr? Wie werden die Wiedervereinigung und die daraus resultierenden Herausforderungen und Probleme bewertet? Wie wird Deutschland gesehen und eingeschätzt? 105 Karikaturen von 57 Karikaturisten aus 26 Nationen geben darauf eine Antwort. Die Karikatur ist das Medium, das zuspitzt, provoziert und zugleich interpretiert. Die Ausstellung regt dazu an, sich mit dem Fremdbild Deutschlands auseinanderzusetzen und die eigene Meinung zu hinterfragen.