Aktuelles Rückblick auf 20 Jahre Kooperation mit der Coastal Carolina University

  • Dr. Rashima Rajah (links) und Jens Andreas Faulstich (rechts) begrüßten Prof. Dr. Richard Martin von der Coastal Carolina University (Mitte) anlässlich der diesjährigen Themenwoche am RheinAhrCampus. Foto: RheinAhrCampus

Die diesjährige Themenwoche „Forever Young“ befasste sich mit dem 20-jährigen Bestehen des RheinAhrCampus Remagen, eines Standorts der Hochschule Koblenz. Im Workshop „20 Jahre transatlantische Kooperation am RheinAhrCampus – Sister State Agreement mit South Carolina“ blickten Jens Andreas Faulstich, Koordinator der Summer School an der Remagener Hochschule und Prof. Dr. Richard Martin, Professor der Coastal Carolina University (CCU), auf die langjährige internationale Vernetzung zurück.

Bereits 1997, ein Jahr vor dem Startschuss für das Studium in Remagen, wurde ein Partnerschaftsabkommen zwischen dem US-Bundesstaat South Carolina und Rheinland-Pfalz unterzeichnet – und dieses Abkommen ebnete den Weg für eine weitreichende Kooperation zwischen rheinland-pfälzischen Hochschulen und den Hochschulen im US-Partnerstaat.

Ein entscheidender Vorteil für die Remagener Studenten; denn die rheinland-pfälzischen Hochschüler werden in South Carolina wie Landeskinder behandelt und zahlen einen erheblich ermäßigten „in-state“-Gebührensatz. Nachdem 2012 auch ein direktes Abkommen zwischen der Hochschule Koblenz und der CCU folgte, war der Weg frei für den Studentenaustausch mit kompletter Gebührenbefreiung.

Ein logischer weiterer Schritt war die Bewerbung um Förderung der Auslandsaufenthalte im Rahmen des europäischen Förderprogramms ERASMUS+ KA 107 für Partnerschaften mit Hochschulen außerhalb Europas – und so können gegenwärtig Studenten und Lehrpersonal mit attraktiver Stipendienförderung und ohne Studiengebühren ausgetauscht werden.

Ein Zugpferd der transatlantischen Kooperation zwischen dem RheinAhrCampus Remagen und der CCU ist das sehr erfolgreiche Summer School Programm, das jährlich Studentengruppen aus den USA ins Rheinland führt und Remagener Hochschülern ein intensives Kennenlernen von Studium und Campusleben in South Carolina ermöglicht.

Ein solches Programm ist dabei häufig mehr als nur ein Schnupperstudium: So trafen 2007 die deutschen Summer-School Teilnehmer in den USA auf den damaligen US-Senator und späteren US-Präsidenten Barack Obama und waren beeindruckt von seiner politischen Rhetorik und seinen Visionen.

Professo. Dr. Richard Martin, der eigens aus den USA angereist war, um am multinationalen Seminar „Managing Cultural Diversity“ teilzunehmen und das 20-jährige Jubiläum im Rahmen der Themenwoche mitzufeiern, ist ein lebendiges Beispiel für die vielfältigen Formen der Zusammenarbeit im Rahmen dieses strategischen Austauschs: Schon mehrfach hatte er Summer-School-Gruppen aus den USA auf ihrer Reise nach Deutschland als Exkursionsleiter begleitet und so wertvolle Kontakte am Remagener Campus aufgebaut. 2017 nutzte er die Gelegenheit, als Gastprofessor im Rahmen von ERASMUS+ KA 107 ein komplettes Halbsemester am RheinAhrCampus zu verbringen. Jetzt folgte er gerne der Einladung, erneut nach Remagen zu kommen und ein Zeichen der Verbundenheit zu setzen.

Der Austausch von Gastdozenten und die Begegnung von Studenten an deutschen Hochschulen und in den USA bilden immer wieder die tragfähigen Säulen einer über lange Jahre gewachsenen transatlantischen Kooperation, die dazu beiträgt, die Partnerschaft der Staaten Rheinland-Pfalz und South Carolina auf Hochschulebene umzusetzen.

Faulstich betonte: „Wir danken nicht nur unseren einzigartig engagierten Partnern in den USA, sondern auch unseren Kollegen an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, mit denen wir eng zusammenarbeiten. Stellvertretend für alle Förderer, die zum Erfolg unserer Kooperation im Rahmen des Sister State Agreements über die Jahre beigetragen haben, seien der Förderkreis der Hochschule und der Deutsche Akademische Austauschdienst erwähnt. Ohne die Mobilitätszuschüsse im Rahmen von ERASMUS+ für den Austausch mit außereuropäischen Partnerhochschulen wäre eine so umfassende Kooperation nicht realisierbar!“