Erfolgsstories Chefkoch

Am 17.04. hat sich unsere Projektgruppe zum Interview mit Ulf Weber getroffen. Ulf Weber war von 2004 bis 2011 Geschäftsführer von Chefkoch.de. Seit dessen Verkauf hat er einige weitere Unternehmen gegründet. Zurzeit ist er dabei ein neues Start-Up zu gründen das Ende des Jahres den Markt erobern soll. Genaueres dürfen wir bis jetzt allerdings noch nicht verraten.

In Ulf Weber steckte schon von klein auf ein Unternehmer. Als kleiner Junge zog er mit seinem Bollerwagen durch sein Dorf und verkaufte Früchte aus dem Garten seiner Eltern. Schon damals zeigte er seine unternehmerische Finesse als er auf die Idee kam, dass er die Früchte unter dem Label „Bio“ gewinnbringender verkaufen konnte.

Nach der Schule entschied Ulf Weber sich zunächst dafür eine Ausbildung zu machen. Dort merkte er allerdings schnell, dass er Dinge häufig anders angehen wollte als seine Vorgesetzten - diese wussten mit seiner Kritik und den vielen unkonventionellen Ideen aber nicht immer umzugehen. Daher entschied er sich nach der Ausbildung dazu Betriebswirtschaftslehre zu studieren. Während dieses Studiums machte Weber sich zum ersten mal Selbstständig. Unter dem Label „Nightflight - Productions“ organisierte er gemeinsam mit seinen Kommilitonen Partys, durch die er sich sein Studium finanzierte. Über die Hochschule lernte er außerdem zwei Informatiker kennen, die sich für seine Laufbahn als sehr wichtig erweisen sollten. Martin Sarosiek und Alexander Meis waren gerade dabei mit ihrer eigenen Firma Websites für Dritte zu erstellen. Um ihr Können und die verwendete Technik zu demonstrieren verwendeten sie eine Seite, die sich später verselbstständigen sollte - diese trug den Namen „Chefkoch.de“. Da bis dato die betriebswirtschaftliche Expertise fehlte wurde Ulf Weber 2004 zum Geschäftsführer von Chefkoch.de und war maßgeblich an dessen Erfolg beteiligt. Er verhalf durch gezieltes Marketing zu Umsatzsteigerungen, außerdem schaffte es die Bekanntheit bei Businesskunden zu steigern. Bedingt durch das enorme Wachstum des Marktes für Onlinemedien wurden vor allem größere Verlage, die den modernen Leser ansprechen wollten, auf das Unternehmen „Chefkoch.de“ aufmerksam. Nach einigen Terminen mit verschiedenen Kaufinteressenten entschieden sich die drei Geschäftsführer schlussendlich dazu, das Unternehmen schrittweise an „Gruner und Jahr“ zu verkaufen. Existenzgründern gibt er mit auf den Weg hartnäckig zu sein, aber auch zu einem gewissen Maß flexibel zu bleiben. Man soll außerdem viele Dinge ausprobieren und aus seinen Fehlern lernen. Über seine Zukunft verrät er, dass sein nächstes Start-Up nicht verkauft werden soll, da er seinem Sohn gerne ein Unternehmen vererben möchte.