Studieninhalte Basismodule

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Basismodule im berufsbegleitenden MBA-Fernstudienprogramm

Die Pflichtmodule im Basisbereich des 1. und 2. Semesters werden von allen MBA-Studierenden, unabhängig der gewählten Vertiefungsrichtung, belegt.

1. Semester

Volkswirtschaftslehre
Die Studierenden werden mit den grundlegenden Fragestellungen und Methoden des volkswirtschaftlichen Denkens vertraut gemacht. Mit Hilfe von aktuellen Beispielen und Transferaufgaben werden die Fragestellungen vertieft. Im Einzelnen sollen folgende Themen vermittelt werden:

  • Mikroökonomische Entwicklungen:
    • Angebot und Nachfrage, vollkommener und unvollkommener Markt, externe Marktfaktoren
  • Mikroökonomische Entscheidungsprobleme, Beurteilung von Marktstrukturen, Wettbewerbssituationen, wettbewerbsbeschränkende Situationen (Kartelle, Monopol)
  • Auswirkungen zentraler makroökonomischer Sachverhalte (Inflation, Wirtschaftswachstum, Arbeitslosigkeit, Konjunktur, Wechselkurse) auf verschiedene politische und gesellschaftliche Bereiche
  • Wirtschaftspolitische Maßnahmen und Diskussionen

Die Präsenzveranstaltung dient der exemplarischen Diskussion und Bearbeitung von Beispielen aus den genannten Themengebieten anhand von Folien und in Gruppenarbeiten. Zudem werden ergänzend Übungsaufgaben in der Präsenzveranstaltung bearbeitet und besprochen. Weitere Übungsaufgaben werden im Laufe des Semesters über die Lernplattform OLAT für die Studierenden bereitgestellt.


Empirische Methoden
Die Studierenden lernen verschiedene Methoden der empirischen Forschung kennen, erfahren anhand von Beispielen den mehr oder weniger sinnvollen Einsatz in verschiedenen Bereichen der Forschung und wirtschaftlichen Anwendung. Zu den verschiedenen behandelten Verfahren gehören folgende Methoden:

  • Qualitative Methoden:
    • Beobachtung, Befragung, Gruppendiskussion, Experiment und Textanalyse
  • Deskriptive quantitative Methoden:
    • Beschreibende Verfahren, Häufigkeitsverteilung, Mittelwerte, Streuungsmaße sowie Maß- und Indexzahlen
  • Induktive quantitative Methoden:
    • Zufallsvariablen und Wahrscheinlichkeitsverteilungen, spezielle Wahrscheinlichkeitsverteilungen, Stichprobenverfahren, Schätz- und Testverfahren

Die Präsenzveranstaltung dient der Vorstellung und Bearbeitung von Beispielen mit den genannten Methoden und Diskussion der Wahl geeigneter Verfahren für verschiedenen Einsatzgebiete.

Innovations- und Changemanagement
Den Studierenden werden Managementerfordernisse und Techniken in komplexen Situationen zum erfolgreichen Management von Innovationen sowie der proaktiven Integration von Prozessen des Wandels vermittelt. Sie werden auf die Übernahme von Führungsaufgaben vorbereitet durch die Vertiefung anwendungsorientierter Kenntnisse über Handlungsfelder, Methoden und Instrumente des Managements.

Als ganzheitlicher Ansatz wird Innovationsmanagement nicht nur als Produkt- bzw. Technologieinnovation verstanden, sondern als unternehmensgesamthafte Geschäftsmodell-Innovation. Hierzu werden Methoden sowie organisatorische und prozessbezogene Voraussetzungen für ein effizientes Innovationsmanagement vorgestellt. Daneben werden Instrumente für eine erfolgreiche Umsetzung von Changemanagement in der Praxis vermittelt.

Welches Instrumentarium soll mit welchem Ziel vermittelt werden?

  • Techniken der Unternehmensanalyse
  • Ganzheitliche Innovation als Geschäftsmodellinnovation
  • Innovative Geschäftsmodelle
    • als Zielzustand erfolgreichen Changemanagements
    • für profitables Unternehmenswachstum
  • Methodenkompetenz für erfolgreiches Innovations- und Changemanagement


Investition und Finanzierung

  • Fallbeispiele, Grundlagen, Begriffe der Investitionsrechnung und Finanzierung
  • Einordnung der Zahlungsmittelebene (Investitions- und Finanzierungsrechnung)
  • Finanzierungsarten (Innen-, Außen-, Eigen- und Fremdfinanzierung)
  • Finanzplanung (Finanz- und Liquiditätsplan)
  • Investitionsbegriff, Investitionsarten, Investitionsrechnung (statische Verfahren: Kosten- und Gewinnvergleichsrechnung, Rentabilitäts- und Amortisationsrechnung; dynamische Verfahren: Kapitalwert- und Annuitätenmethode)

Buchführung

  • Eröffnung und Abschluss der Bestandskonten
  • Buchung der Erfolgskonten und deren Abschluss über das Gewinn- und Verlustkonto
  • Ermittlung und Buchung der Umsatzsteuer bei Ein- und Verkauf
  • Privatkonten sowie der Verbuchung laufender typischer Geschäftsvorfälle


Jahresabschluss und Steuerbilanz

  • Doppelte Buchführung
  • Funktionen
  • Rechtsgrundlagen
  • Charakteristika
  • Maßgeblichkeitsprinzip
  • Ansatz- und Bewertungsgrundsätze
  • Wertkategorien und ihre Korrekturen
  • Ansatz und Bewertung des Anlage- und Umlaufvermögens
  • Rechnungsabgrenzungsposten
  • Eigenkapital
  • Sonderposten mit Rücklageanteil
  • Rückstellungen
  • Verbindlichkeiten
  • Gewinn- und Verlustrechnung
  • Anhang
  • Lagebericht
  • Prüfung und Offenlegung


Betriebliche Steuern
Für jede Steuerart werden die spezifischen Begrifflichkeiten erläutert und ihre Systematik vorgestellt. Auf Besonderheiten wird entsprechend der praktischen Notwendigkeiten eingegangen bzw. hingewiesen.


Internationale Rechnungslegung

  • Grundlagen und Systematik der Rechnungslegung nach IAS
  • Darstellung der einzelnen Instrumente sowie der Ansatz und Bewertungsvorschriften sowie stellenweise ein Vergleich zum Handelsrecht

2. Semester

Führung und Organisation
Ganz grundsätzlich kann die Führung durch situative Lenkung (Führung im engeren Sinne) oder durch übersituative Gestaltung (Organisation) erbracht werden: es erfolgt eine vertiefte Auseinandersetzung mit den spezifischen Grundlagen, Gestaltungsoptionen, Wirkungen und Problemaspekten.

Zusätzlich sind die Ziele, Formen und Auswirkungen betrieblicher Anreizsysteme als wichtige Führungsinstrumente auf Motivation und Arbeitszufriedenheit zu erörtern.

Nicht zu vernachlässigen ist die internationale Dimension der Organisation in Zeiten der Globalisierung. Wie sind Wertschöpfungsketten alternativ zu organisieren, welche Wertschöpfungsmanöver können in Betracht gezogen werden und was sind die Implikationen auf die Architektur der Organisation? Welche sind die relevanten Entscheidungskriterien?


Human Resource Management
Angesichts des hohen Innovations- und Wettbewerbsdrucks, ausgelöst durch dynamische Entwicklungen in der Unternehmensumwelt, geht es darum, durch zielgerichtetes Agieren der betrieblichen Akteure ein möglichst hohes und nachhaltiges Niveau an Wertschöpfung zu erzielen. Zugleich sollte allen Verantwortlichen aber auch gegenwärtig sein, dass Unternehmen letztlich ein „Peoples-Business“ darstellen.

Neue Formen interpersoneller Zusammenarbeit, mitunter in unterschiedlichen kulturellen Kontexten, Agilität oder „Human Collaboration Management“ sowie „Communities of Practice“ sind Begrifflichkeiten, die Beispiele für heutige Herausforderungen an das
HRM. Zugleich stellt die fortschreitende Digitalisierung auch die Handlungsfelder des HRM unter hohen Transformationsdruck.

Ein weiterer Kursteil fokussiert ausgewählte Handlungsfelder des HRM. Ein Schwerpunkt stellt dabei das Mitarbeiter-Leistungssystem dar. Dieses konkretisiert sich insbesondere in den Funktionen Recruiting und Personal-Eignungsdiagnostik, Personalmarketing, Retention- und Talentmanagement sowie Leistungs- und Potenzialbeurteilung. Dabei zeigen sich große Schnittmengen mit den Verhaltenswissenschaften, insbesondere der Wirtschaftspsychologie.

Wirtschaftsrecht
Inhaltlich widmen wir uns den methodischen Kompetenzen zur selbständigen Fallbearbeitung und den inhaltlichen Grundlagen des Wirtschaftsrechts, wie Vertragsrecht, Kreditsicherung, Produkthaftung, Internationales Recht. Daneben werden auch Grundzüge des Wettbewerbsrechts und des Insolvenzrechts erlernt.

Einen weiteren Schwerpunkt bilden die Grundlagen des Gesellschaftsrechts mit den Gestaltungsmöglichkeiten der Unternehmensstrukturen und den Auswirkungen auf die persönliche Haftung der Handelnden.

Arbeitsrecht

  • Einführung in das Arbeitsrecht
  • Personalbeschaffung
  • Inhalt des Arbeitsverhältnisses (Rechte und Pflichten)
  • Arbeitsausfall und seine Folgen; Pflichtverstöße, Beendigung des Arbeitsverhältnisses
  • Begriff und Funktion der Unternehmensführung
  • Unternehmensgrundsätze und Leitbilder
  • AktG und Deutscher Corporate Governance Kodex
  • Grundsätze ordnungsmäßiger Geschäftsführungsorganisation und Geschäftsführungsinstrumente
  • Zielsystem des Unternehmens (ökonomische und nicht-ökonomische Ziele, Zielbeziehungen, Zielkonflikte)
  • Zielsetzungsträger, Zielbildungsprozess
  • Dimensionen und Controlling des „Unternehmenswerts“ und der „Nachhaltigkeit“
  • Planung und Controlling im Unternehmen, Planung als Führungsinstrument und systematischer Prozess
  • Controllingbegriff, Controllingaufgaben, Ebenen und organisatorische Einbettung des Controllings
  • Strategische Analyse und Prognose (Analyse der Umwelt, des Wettbewerbs, der Unternehmung, Prognose und Frühaufklärung)
  • PEST, SWOT, Five forces und Wertkette als theoretische Grundkonzepte und deren Operationalisierung
  • Produkt-Markt-Matrix („Ansoff-Matrix“)
  • Kernkompetenz-Ansatz nach Hamel und Prahalad
  • Normstrategien
  • Strategien bei Marktsättigung und Marktaustritt
  • Praxisrelevante Controlling-Konzepte zu den behandelten Methoden der strategischen Analyse und Prognose in Bezug auf Umwelt und Wettbewerb
  • Geschäftsfeldbezogenes Controlling (Segment-Controlling): Portfolio-Planung, Segmentberichterstattung
  • Grundzüge des wertorientierten Controllings
  • Kosten- und Leistungsrechnung als Ausgangspunkt des operativen Controllings, Ausgestaltung der Kostenarten-, Kostenstellen- und Kostenträgerrechnung
  • Kostenanalyse und -steuerung (Ein- und mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung, Betriebssteuerung mit Deckungsbeiträgen, Betriebssteuerung in Spezialsituationen, z. B. Break-even-Analyse und Kritische Werte-Methode)
  • Kostenplanung und -kontrolle (Plankostenrechnung, kurzfristige Erfolgsrechnung). Prozesskostenrechnung und -management, Budgetierung