MBA-Fernstudium Unternehmensführung/ Finanzmanagement

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  • Flyer zum berufsbegleitenden MBA-Fernstudienprogramm in der Vertiefungsrichtung Unternehmensführung/Finanzmanagement (PDF-Datei)

Master of Business Administration (MBA): Unternehmensführung/Finanzmanagement

Unternehmensführung/Finanzmanagement beinhaltet die Führung von wirtschaftlichen Organisationen/ Unternehmen sowie die gesamte Ablaufplanung und -steuerung hinsichtlich des Einsatzes von Finanzierungsinstrumenten.

In diesem berufsbegleitenden Masterstudium erwerben Sie General-Management-Wissen und zukunftsweisende Führungskompetenzen, gepaart mit Fachwissen für eine nachhaltige Unternehmensführung und ein verantwortungsbewusstes Finanzmanagement. Gleichzeitig vertiefen Sie Ihr Verständnis für das dynamische Umfeld eines Unternehmens sowie für erforderliche Anpassungen unter den Aspekten einer verstärkten Globalisierung und umfassenden Digitalisierung.

Was bedeutet es, ein Unternehmen zu leiten? Welchen Haftungsrisiken sind Leitungspersonen ausgesetzt? Wie lassen sich Unternehmensrisiken systematisch begrenzen? Wie können Finanzinstrumente in diesem Kontext zielfördernd eingesetzt werden? Wie lässt sich die Unternehmenssteuerung mit Hilfe der IT zeitgemäß unterlegen? Diesen und vielen weiteren Fragen widmet sich die MBA-Vertiefungsrichtung Unternehmensführung/Finanzmanagement.

Im Fokus Ihres Studiums stehen die Vertiefung von Kenntnissen und Kompetenzen im Bereich der Unternehmensführung sowie die Befähigung, das Gestaltungs- und Lenkungshan-deln und dessen Grenzen im Hinblick auf die Komplexität und Dynamik zu reflektieren. Dabei werden das Managementhandeln und seine konstitutiven Elemente theoretisch durchdrungen und die Ausübung der jahresabschlusspolitischen Wahlrechte und Ermessensspielräume (Jahresabschlussmarketing) sowie die Vornahme von (Groß-) Kreditverhandlungen als „Chefsache“ eingehend behandelt. Zudem wird Ihnen vermittelt, auf welche Weise ein den gesetzlichen Anforderungen entsprechendes, angemessenes und wirksames Compliance Management-System, internes Kontrollsystem und Risikomanagementsystem im Unternehmen eingerichtet wird.

Da externen Wachstumsstrategien eine immer bedeutendere Rolle zukommt und Missmanagement in Zusammenhang mit der Akquisition von Unternehmen eine existenzbedrohende Schieflage verursachen kann, werden ebenfalls Grundsätze, Theorien, Konzepte und Anwendungsfragen der Unternehmensbewertung behandelt und strategische Fragen der Unternehmenskäufe sowie -verkäufe (Mergers & Acquisitions) erörtert.

ZIELGRUPPE: Die MBA-Vertiefungsrichtung Unternehmensführung/Finanzmanagement ist speziell für Personen konzipiert, die Unternehmen leiten, Strategien mitgestalten sowie Führungs- und Managementaufgaben übernehmen möchten.

MODULLEITUNG: Prof. Dr. Mathias Graumann

Kursübersicht zum MBA-Studienschwerpunkt Unternehmensführung/Finanzmanagement

Aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen im Management

  • Management unter strategischem Aspekt
  • Management-Herausforderungen in dynamischen Zeiten und Konsequenzen für ihre Bewältigung
  • Management als fortlaufender Problemlösungsprozess


Grundlegende Aufgabenbereiche von Management

  • Wahrnehmung traditioneller Führungsfunktionen
  • Konzeption von Planungs- und Kontrollsystemen
  • Konzeption von Informations- und Kommunikationssystemen
  • Schaffen von Anreizsystemen mit Hilfe von Personalführungssystemen


Konzeptionelle Herausforderungen für das Management:

  • Umgang mit Komplexität durch Komplexitätsreduktion
  • Umgang mit Unsicherheit in der Entscheidungsfindung
  • Sicherstellen von Aktions- und Reaktionsfähigkeit eines Unternehmens


Gesamtrahmen von Management

  • Strategisches Management als integrative Sicht
  • Stakeholder Management
  • Normative Rahmen als Grundlagen des Managementhandelns
  • Unternehmenskultur


Management im Widerspruch zwischen Führungsanspruch und Führungsgrenzen

Inhaltlich werden in diesem Modul neben der Vermittlung der einzelnen Arbeitsschritte bei der Durchführung einer Jahresabschlussanalyse die Instrumente und Techniken vermittelt. Schwerpunkt ist die erfolgs- und finanzwirtschaftliche Jahresabschlussanalyse, die abgerundet wird durch die Analyse der Zukunftsvorsorge. Parallel zur Vermittlung dieser Kenntnisse erfolgt immer wieder der praktische Bezug am konkreten Beispielfall, den die Studierenden zusammen mit dem Dozenten be- bzw. erarbeiten.

Unternehmenssteuerung
Grundlagen

  • Reporting (Legale und Management Anforderungen)
  • Planung (PLAN-Berichtsanlässe: Mittelfristplanung, Budgetierung, Forecasting)
  • Controlling (Kommentierung; Value Based Management; Balanced Scorecard Management)
  • Reportingprozesse (Melde-, Abstimmungs- (Intercompany-), Konsolidierungs- und Berichtserstattungsprozesse)
  • Reporting- und Planungssysteme
  • Datawarehouse-Konzepte (Architektursichten)
  • Realisierungsoptionen in SAP und Oracle; CFO Portale
  • Gestaltungsoptionen und Grenzen (Praxiserfahrungen)

Effiziente Gestaltung der Planungs- und Reportingprozesse

  • IST und PLAN Berichtsanlässe und deren Harmonisierungserfordernisse
  • Flexibilität von Reportinganforderungen

Fallbeispiel mit Präsentation

Digitalisierung und Wirkung auf die Unternehmenssteuerung

  • 10 Thesen geben Leitlinien für die Entwicklung einer digitalisierten Unternehmenssteuerung
  • Data-Lake zur Unternehmenssteuerung

In allen o. g. Gliederungspunkten werden Fall- und Projektbeispiele zur Veranschaulichung der Themen präsentiert und diskutiert.


Rating
im Rahmen dieser Kurseinheit können/ kennen/ wissen die Studierenden

  • die Technik des Gesetzes, Vertragstypen zu definieren, beschreiben und die wichtigsten Vertragstypen des BGB benennen 
  • die Struktur des Gelddarlehens, gegliedert in einen „Allgemeinen Teil“ und einen „Besonderen Teil“
  • dass und warum das Darlehen, wie es im BGB geregelt ist, durch andere Vorschriften „überlagert“ wird
  • warum die Kreditsicherung zu einem integralen Bestandteil der Kreditvergabe zählt
  • das Gelddarlehen und können diesen Vertrag von verwandten Rechtsinstituten abgrenzen
  • wie ein Darlehensvertrag zustande kommt
  • die allgemeinen Voraussetzungen für einen Primärleistungsanspruch aus einem Vertrag
  • sowohl die Voraussetzungen als auch die Rechtsfolgen eines Wucherdarlehens im Sinne des § 138 Abs. 1 und des wucherähnlichen Darlehens nach § 138 Abs. 2
  • Haupt- und Nebenpflichten beschreiben und kennen diese bei einem Darlehensvertrag ebenso wie die Folgen der Verletzung
  • um die Bedeutung der Fälligkeit für den Darlehensrückzahlungsanspruch
  • den Unterschied zwischen der ordentlichen und der außerordentlichen Kündigung eines Darlehensvertrages
  • wann nach dem Gesetz ein Darlehen ordentlich und wann außerordentlich gekündigt werden kann
  • wie das Gesetz Allgemeine Geschäftsbedingungen definiert, kennen die Bedeutung der AGB-Banken und wissen, wo das Gesetz Wirksamkeitshindernisse für AGBs normiert
  • die Notwendigkeit der Kreditsicherung beschreiben
  • den Unterschied zwischen akzessorischen und nichtakzessorischen Sicherheiten und wissen, was sich hinter dem Begriff „Akzessorietät“ verbirgt
  • die wichtigsten Kreditsicherungsmittel aufzählen
  • wie eine wirksame Bürgschaft zustande kommt, und kennen die Bedeutung des Schriftformerfordernisses sowie seine Ausnahmen
  • unter welchen Voraussetzungen Bürgschaften naher Angehöriger und unter welchen die Bürgschaften anderer Personen sittenwidrig und damit nichtig sein können
  • sas Instrument der Sicherungsübereignung und wissen, dass, warum und wie dieses Kreditsicherungsmittel von der Praxis entwickelt wurde
  • die Problematik der Sittenwidrigkeit von Sicherungsübereignungen, insbesondere die Frage der sogenannten „Übersicherung“
  • die „Globalzession“ als typisches Sicherungsmittel der Geldkreditgeber und können mit dem Begriff „Konkurrenz zwischen Waren- und Geldkreditgeber“ umgehen
  • welche beiden Grundpfandrechte existieren, kennen die Entstehungsvoraussetzungen sowie die Rechtsfolge bei Eintritt des Sicherungsfalles
  • die Bedeutung und die Notwendigkeit einer Kennzahlenanalyse
  • den Unterschied zwischen einer qualitativen und einer quantitativen Analyse beschreiben
  • den Begriff „Kennzahl“ definieren und kennen den Unterschied zwischen einer „Grundzahl“ und einer „Verhältniszahl“
  • welche Kennzahlen insbesondere zur erfolgswirtschaftlichen und welche zur finanzwirtschaftlichen Jahresabschlussanalyse gehören
  • sind in der Lage, den Begriff „Rating“ zu beschreiben
  • kennen den Hintergrund und die Folgen der unter „Basel I“, „Basel II“ und „Basel III“ getroffenen Übereinkunft
  • können internes von externem Rating unterscheiden
  • wissen, was „IRB“ ist
  • kennen die wesentlichen Aspekte, die bei einer qualitativen Analyse eine Rolle spielen
  • kennen die wesentlichen Elemente und die generelle Funktionsweise neuronaler Netze
  • wissen über die Modellierung mittels einer Diskriminanzanalyse und können entsprechende Ergebnisse interpretieren
  • können die Begriffe „juristische Person“ und „Organe juristischer Personen“ einordnen
  • wissen, was man unter einer „Sachwalterhaftung“ versteht und wie diese persönliche Haftung zivilrechtlich konstruiert ist
  • kennen wichtige Tatbestände der möglichen deliktischen Haftung für Organe juristischer Personen bei der Kreditvergabe
  • können die Haftungsrisiken bei der Kreditvergabe an insolvenzreife juristische Personen erkennen und können in diesem Zusammenhang den Begriff „Quotenschaden“ erläutern
  • kennen wesentliche strafrechtliche Risiken für Organe juristischer Personen im Zusammenhang mit der Vergabe von Krediten an Unternehmen

Modulinhalte sind:

  • Aktienrechtliches Organisationsmodell der Geschäftsführung
  • Aufgaben des Vorstands und Ausgestaltung der Sorgfaltspflicht
  • Haftungs- und Entlastungsprobleme
  • Grundsätze ordnungsmäßiger Geschäftsführung (§ 53 GenG, § 53 HGrG)
  • Anforderungen an Geschäftsführungsorganisation, -instrumente, -tätigkeit
  • Prüfungsnormen der Ordnungsmäßigkeit (IDW PS 720)
  • Deutscher Corporate Governance Kodex
  • Compliance Management-System: Ursachen und Indizien von fraud, Konzepte, Aufbau und Elemente des Anti-fraud- bzw. Compliance-Systems (IDW PS 980)
  • Frühwarnsystem: Begriff und Ziele, Festlegung von Beobachtungsbereichen, Operationalisierung durch Frühwarnindikatoren, Sollwerte und Toleranzgrenzen, Festlegung der Informationsverarbeitung und -weiterleitung
  • Internes Überwachungssystem: Begriff und Ziele, Kontrollumfeld und Kontrollbewusstsein als Grundlage, prozessintegrierte und prozessunabhängige Überwachung, die Rolle der gesetzlichen Abschlussprüfung (IDW PS 210, 261, 982, 983)
  • Risikomanagementsystem: Begriff, Rechtsgrundlagen (§ 91 Abs. 2 AktG, § 317 Abs. 4 HGB), Aufbau- und Ablauforganisation, Informations- und Kommunikationssystem, Dokumentation,  Prüfungsnormen der Ordnungsmäßigkeit (IDW PS 340 n.F., 981).

Finanzplanung und Finanzmanagement

  • Vertiefung der Kenntnisse über Eigenkapitalarten und Darstellung des verbrieften und unverbrieften Fremdkapitals
  • Überblick über die Bandbreite des Mezzanine Kapitals von beispielsweise Wandelanleihen, Optionsanleihen, Genussscheinen über Partiarische Darlehen und stille Beteiligungen bis hin zu nachrangigem Fremdkapital
  • Kreditsurrogat Leasing, Grundsätzlicher Überblick über Leasingarten und Bewertung von Leasing-Verträgen durch Vergleich mit einer Kreditfinanzierung
  • Überblick über Kauf- und Verkaufsoptionen, Terminkontrakte und Swaps einschließlich der Chancen und Risiken wird gegeben. Es erfolgt eine Einführung in die Bewertung von Optionen durch die Diskussion möglicher Preisober- und -untergrenzen sowie der Anwendung der Black-Scholes-Formel.
  • Kapitalstruktur- und Ausschüttungsüberlegungen. Die Modigliani/ Miller-Theoreme werden dargestellt. Unternehmensentscheidungen über Ausschüttungen sowie der Einfluss der Dividendenpolitik auf den Unternehmenswert werden erörtert.
  • Der idealtypische Ablauf einer Private Equity-Finanzierung wird überblicksartig gegeben.
  • Sicherung der finanziellen Stabilität durch Finanzplanung und -disposition. Der Sinn und Zweck sowie der Aufbau eines Liquiditätsplans werden grundlegend erläutert. Kennzahlen zur Beurteilung der finanziellen Stabilität werden vorgestellt.
  • Es wird ein kleiner Überblick über die vielfältigen Aufgaben der Finanzdisposition gegeben und das Management finanzieller Risiken, z. B. durch Derivate oder auch durch bewusste Risikovermeidung, erörtert.
  • Interdependenzen zwischen Investitions- und Finanzierungsentscheidungen werden vorgestellt. So können die Kosten einer Kapitalaufnahme oder Steuervorteile aus einer zusätzlichen Verschuldung über einen angepassten Kapitalwert oder auch durch einen angepassten Diskontierungssatz bei einer Investitionsentscheidung Berücksichtigung finden.


Unternehmensbewertung

  • Idee des Shareholder Value: Die Unternehmensleitung hat im Sinne der Eigentümer zu handeln und grundsätzlich bei allen Entscheidungen die Maximierung des Unter-nehmenswerts anzustreben, welches unter gewissen Bedingungen letztlich auch zu einer Maximierung des Marktwerts des Eigenkapitals führt. Die Bestimmung des Shareholder Value erfolgt mittels des freien zukünftigen Cash Flows.
  • Bewertungsgrundlage Business Plan: Bestandteile sowie Aufbau eines Business Plans, als da z. B. wären Beschreibungen der Produkte, der Dienstleistungen, der internen Organisation des Unternehmens, der Branche und der relevanten Märkte, der Chancen und Risiken sowie Planungsrechnungen (z. B. mehrjährige Planbilanzen, -GuV sowie Liquiditätsplanungen).
  • Bewertungsanlässe: M&A, rechtliche Erfordernisse (Rechnungslegung, Aktien- und Umwandlungsrecht), wertorientierte Steuerung eines Unternehmens, Kommunikationserfordernisse gegenüber dem Kapitalmarkt oder Banken.
  • IDW Standard „Grundsätze zur Durchführung von Unternehmensbewertungen“: Dieser Standard stellt einen Rahmen für die Bewertung durch Wirtschaftsprüfer in Deutschland dar. In ihm werden zentrale Themen wie z. B. die Bewertung sowohl des betriebsnotwendigen wie auch des nicht betriebsnotwendigen Vermögens, die Berücksichtigung zukünftiger finanzieller Überschüsse sowie Besonderheiten der Bewertung, fixiert.
  • Bewertungsmethoden: Bestimmung der zukünftigen finanziellen Überschüsse. Discounted Cash Flow-Methoden in Form des APV-, des WACC- und der Equity-Ansatzes. Unterschiedliche Möglichkeiten der Bestimmung des Diskontierungssatzes. Wert-treiber bei den DCF-Methoden. Spezielle Themenbereiche wie z. B. Einfluss von Steuern, Rückstellungen und Leasing auf den Unternehmenswert.
  • Einblick in alternative Gesamtbewertungsmethoden, als da wären Ertragswert- und Multiplikatorenverfahren, sowie in Einzelbewertungsverfahren, wie z.B. Substanzwertmethode.
  • Wertorientierte Kennzahlen. Konzeptionelle Grundlagen, Ermittlung und Beurteilung von Economic Value Added (EVA), Cash Flow Return on Investment (CFROI) und Cash Value Added (CVA).

In diesem Modul werden die theoretischen Grundlagen des Studienbriefes anhand von Fällen praxisnah umgesetzt. Daneben werden auch die grundlegenden Probleme von M&A-Transaktionen problematisiert, wobei institutionenökonomische Ansätze erläutert werden (Halo- bzw. Salienz-Effekt, Spieletheorie, Opportunitätskosten, Principal-Agent-Problem, Transaktionskostentheorie, Winner`s Curse). Interdependenzen zwischen den Modulen von Unternehmensführung/Finanzmanagement werden dabei deutlich gemacht.

 

Dieser Link führt Sie zu den Beschreibungen der Pflichtmodule im Basisbereich des berufsbegleitenden MBA-Fernstudienprogramms. Die Module gehören zur regulären Vorlesungsplanung des 1. und 2. Semesters und werden von allen Studierenden, unabhängig der Vertiefungsrichtung, belegt.

Dieser Link führt Sie zu den Beschreibungen der Wahlpflichtmodule des berufsbegleitenden MBA-Fernstudienprogramms. Die Module werden im 3. und 4. Semester angeboten.