Zwei Absolventinnen der Hochschule Koblenz mit dem Hochschulpreis der Wirtschafts- und Wissenschaftsallianz Region Koblenz e.V. 2022 ausgezeichnet

Die Wirtschafts- und Wissenschaftsallianz Region Koblenz e.V. (WWA) vergibt jährlich den Hochschulpreis der Region Koblenz, um junge Wissenschaftlerin-nen und Wissenschaftler ideell und finanziell zu unterstützen. In den Räumlich-keiten der Handwerkskammer Koblenz freuten sich die acht Preisträger*innen über die besondere Auszeichnung und stellten ihre erfolgreichen Arbeiten vor. Die Preisgelder in Höhe von insgesamt 20.000 Euro wurden von der Sparkasse Koblenz, der Kreissparkasse Mayen, der Kreissparkasse Rhein-Hunsrück sowie der Sparkasse Westerwald-Sieg gestiftet. Zu den Preisträgerinnen gehören zwei Absolventinnen der Hochschule Koblenz: Die Maschinenbauingenieurin Emma Schlosser und die MBA-Absolventin Laura Denninghoff.

  • Von links: Prof. Dr. Detlev Borstell, Prof. Dr. Thomas Schnick, Emma Schlosser, Prof. Dr. Karl Stoffel (Foto: zfh/Cron)

  • Marc Bludau, Klaus Weisbrod, Laura Denninghoff, Prof. Dr. Ralf Haderlein, Prof. Dr. Karl Stoffel (Foto: zfh/Cron)

  • Alle acht Preisträgerinnen und Preisträger (Foto: zfh/Cron)

Emma Schlosser beschäftigte sich an der Hochschule Koblenz im Fachbereich Ingenieurwesen mit dem nachhaltigen Einfluss auf den globalen Handel eines mittelständischen Maschinenbauunternehmens. Funktionierende Lieferketten sind obligat, um lieferfähig und wirtschaftlich zu sein. Ein Bewertungssystem untersucht Szenarien der Lieferketten für fünf exemplarische Produkte und basiert auf Indikatoren, die Umweltaspekte aus frühere Analysen einbringen.

Laura Denninghoff, Hochschule Koblenz (RheinAhrCampus) in Kooperation mit dem zfh-Zentrum für Fernstudien im Hochschulverbund, stellt in ihrer Masterthesis im Fachbereich Wirtschafts- und Sozialwissenschaften im MBA-Studiengang in der Vertiefungsrichchtung Public Administration die alternativen Wohnmöglichkeiten im Bereich der ambulanten Pflege dar. Der Fokus liegt insbesondere auf der ambulant betreuten Wohnform sowie der Pflegewohngemeinschaft. Zentral sind dabei die Ist-Situation, die aktuelle Rechtslage und die Finanzierbarkeit in Rheinland-Pfalz.

Sabrina Maria Mistler von der Hochschule der Polizei Rheinland-Pfalz befasste sich mit einem gesellschaftlich wichtigen Thema. Im Fokus der Bachelorarbeit steht ein Präventionsvideo, welches Kindern das Phänomen Cybergrooming altersgerecht vermitteln und diese vor möglichen Gefahren bei Onlinespielen schützen soll. Weiterhin wurden zur praktischen Anwendung in Schulen sowohl Arbeitsblätter für die Kinder als auch eine Handreichung für die Lehrkräfte erstellt.

Dr. Sonja Ehlers entdeckte im Rahmen ihrer Doktorarbeit an der Universität Koblenz-Landau neue Interaktionen zwischen Tieren und Mikroplastik (< 5 mm) wie zum Beispiel der Mikroplastik-Einbau in Köcherfliegenlarvenköcher. Außerdem untersuchte sie Mikroplastik in unerforschten Gebieten wie Afrika und der Antarktischen Tiefsee und fand neue Plastikformen (Plastikkrusten und Pyroplastik) an Felsküsten.

Janine Heinrich untersuchte im Rahmen ihrer Masterarbeit an der WHU – Otto Beisheim School of Management die Erfahrungen von Gründerinnen und den Einfluss von Intersektionalität auf ihre Identität und ihren unternehmerischen Weg. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass Intersektionalität erhebliche Auswirkungen auf ihre Ressourcen, Herausforderungen und Strategien hat und gleichzeitig Chancen im deutschen Startup-Ökosystem bietet

Nina Pünger von der Hochschule für öffentliche Verwaltung Rheinland-Pfalz untersuchte mit ihrer Bachelorarbeit, welche Relevanz Verschwörungstheorien für die öffentliche Verwaltung des Landes Rheinland-Pfalz besitzen. Die mit Verschwörungstheorien einhergehenden Gefahren begründen einen Handlungsbedarf, dem das Land bereits mit der Umsetzung verschiedener Maßnahmen begegnet ist.

Victoria Zapart erforschte mit ihrer Bachelorthesis an der Hochschule der Deutschen Bundesbank die Ausprägung der Genderdiversität in Aufsichts- und Leitungsorganen deutscher Unternehmen sowie die Ursachen der ungleichen Teilhabe. Daraus leitete sie einen nicht abschließenden Katalog verschiedener Förderungsmaßnahmen ab (Topsharing, Kinderbetreuungsangebote sowie effizientere Netzwerke und Mentoringprogramme).

Dr. Jens Stäudle, Philosophisch-Theologische Hochschule Vallendar (heute Vinzenz Pallotti University) beschreibt in seiner Doktorarbeit psychosoziale Nöte junger Krebserkrankter und deren Probleme in der konventionellen Versorgungsstruktur. Mit der Arbeit wird ein alternatives Konzept entwickelt und etabliert, das individuelle und nahbare Unterstützung bietet. Die Dissertation legt dieses Angebot dar und wertet es wissenschaftlich aus.

Moderator Sebastian Messerschmidt präsentierte die jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und deren ausgezeichnete Arbeiten in kurzen Interviews.

Der Wirtschaft- und Wissenschaftsallianz Region Koblenz e.V. ist ein Zusammenschluss von Hochschulen und Unternehmen, Kommunen und Bildungseinrichtungen im Norden von Rheinland-Pfalz. Die Mitglieder der WWA verfolgen das Ziel, den Dialog zwischen den verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen zu intensivieren, neue Kooperationen zu stiften und die Sichtbarkeit der Region bundesweit zu erhöhen. Gemeinsam arbeiten sie daran, die Zukunft der Wissensregion Koblenz zu gestalten. Hervorgegangen ist die WWA aus dem Förderkreis Wirtschaft und Wissenschaft in der Hochschulregion Koblenz e.V., der über zwei Jahrzehnte die Zusammenarbeit in der Region gestalten konnte. Zu den Angeboten der Allianz gehören unter anderem die jährliche Verleihung des Hochschulpreises sowie öffentliche Vortragsreihen an den Hochschulen und in der Region.

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