Aktuelles Spannende Geschäftsideen im Visier: Projekt Ideen-Scouting startet an der Hochschule Koblenz

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KOBLENZ. Zahlreiche Startups und Ausgründungen sind in den letzten Jahren aus Ideen hervorgegangen, die an der Hochschule Koblenz ihren Anfang genommen haben und die nicht zuletzt durch das Gründungsbüro auf dem Weg hin zur Marktreife begleitet worden sind. Dennoch schlummern noch viele Innovationen ungenutzt in Laboren, Konzeptpapieren und auch in studentischen Abschlussarbeiten. Um diese Schätze zu heben und vielleicht sogar zu einer Firmengründung weiterzuentwickeln, startet am 1. Juli 2021 das zweijährige Ideen-Scouting-Projekt an der Hochschule Koblenz. Das Projekt mit einer Fördersumme von rund 172.000 Euro hatte die Abteilung Forschung und Transfer der Hochschule Koblenz über das rheinland-pfälzische Ministerium für Wirtschaft, Landwirtschaft, Verkehr und Weinbau eingeworben.

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    Foto: Colourbox.de

„Aufgrund ihrer interdisziplinaren Ausrichtung birgt die Hochschule Koblenz hohe Entwicklungspotentiale im Gründungs- und Unternehmensnachfolgebereich, die jedoch aufgrund der sehr begrenzten Personalkapazitäten unseres Gründungsbüros nicht voll ausgeschöpft werden können“, erklärt Dr. Anke Hülster, die Leiterin der Abteilung Forschung und Transfer den Hintergrund des Projektes, für das eine neue Vollzeitstelle geschaffen wird. Es verfolge das Ziel, Ideen innerhalb der Hochschule über verschiedene Kanäle systematisch aufzufinden sowie die Ansprache potentieller Gründerinnen und Gründer zu intensivieren. „Zudem ist es uns ein Anliegen, alle Akteurinnen und Akteure an der Hochschule Koblenz über die Fachbereiche hinweg miteinander zu vernetzen, um die Förderung von unternehmerischem Denken und die Gründungskultur an der Hochschule Koblenz zu stärken“, so Hülster weiter.

Ein Baustein des Ideen-Scouting-Projektes ist die Gewinnung von engagierten Ideen-Scouts in den einzelnen Fachbereichen und zentralen Abteilungen an allen Standorten der Hochschule Koblenz. „Die Ideen-Scouts, die diese Position neben ihrer herkömmlichen Tätigkeit an der Hochschule ausüben, sollen in ihrem jeweiligen ZuständigkeitsbereichThemen der Innovations- und Gründungsförderung vermitteln“, erklärt Raphael Dupierry, der Leiter des Gründungsbüros der Hochschule Koblenz, „besonders für die Studierenden aus den jeweiligen Fachbereichen sollen die Ideen-Scouts als Ansprechpartnerin oder Ansprechpartner zum Thema Existenzgründung fungieren und ein Bindeglied zum Gründungsbüro darstellen.“ Insbesondere Frauen, die bisher in Unternehmensgründungen deutlich unterrepräsentiert sind, sollen motiviert werden, sich dem Thema Gründung zu nähern. Die Ideen-Scouts werden sich sowohl untereinander als auch mit der Projektleitung regelmäßig austauschen und ihre Aktivitäten abstimmen.

Ein besonders hohes Maß an bis dato nicht genutzten Innovationen vermutet Dupierry in Abschlussarbeiten: „Aus wissenschaftlichen Arbeiten gehen oftmals neuartige Ideen mit hohem Gründungspotential hervor. Die Ideengeberinnen und Ideengeber nehmen das jedoch selten bewusst wahr bzw. es fehlt das nötige Wissen, den nächsten Schritt einzuleiten und eine solche Arbeit hinsichtlich des Gründungspotentials zu bewerten.“

Es gehört daher auch zu den Aufgaben der Leitung des Ideen-Scouting-Projektes, Bachelor- und Masterthesen sowie Dissertationen, bei denen die Erlaubnis dazu vorliegt, systematisch auf verwertbare Ideen zu scannen. Über die bereits bestehenden Unterstützungsangebote des Gründungsbüros sollen die jeweiligen Urheberinnen und Urheber schließlich für eine mögliche Unternehmensgründung sensibilisiert und unterstützt werden. Das gleiche gilt für Drittmittelprojekte, die ein grundsätzliches Gründungspotential aufweisen.

Um das Ideen-Scouting-Projekt in der Hochschule Koblenz zu etablieren, wird dieses über weitere Kanäle der Hochschule in die Breite getragen. Dazu gehören auch passende Veranstaltungsformate innerhalb und außerhalb des Lehrplans und weitere Marketing-Maßnahmen wie etwa Flyer und Plakate sowie Beiträge in den sozialen Netzwerken. „Über das Ideen-Scouting-Projekt möchten wir unternehmerisches Denken und Gründergeist nachhaltig noch fester in der Hochschule Koblenz verankern, auch über die Laufzeit des Projektes hinaus“, betont Dr. Anke Hülster.

Weitere Informationen zum Gründungsbüro sind abrufbar unter www.hs-koblenz.de/gruendungsbuero.