Aktuelles Masterstudierende erstellen Vorstudie für Gemeindezentrum in Urmitz

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KOBLENZ. Die Gemeinde Urmitz möchte einen neuen Ort des Zusammentreffens für ihre Bürgerinnen und Bürger schaffen: Auf zwei bebauten Bestandsgrundstücken inmitten des Ortes soll der Neubau eines Gemeindezentrums mit integrierten barrierefreien Wohneinheiten entstehen. Unterstützung bekommt die Kommune hierbei von Masterstudenten im Studiengang Bauingenieurwesen am Fachbereich bauen-kunst-werkstoffe der Hochschule Koblenz, die ihre Planungsergebnisse dem Gemeinderat Urmitz in einer Sitzung vorgestellt haben.

  • Oliver Koch (Beigeordneter Gemeinde Urmitz) und Prof. Dipl.-Ing. Tim Göckel (Professor für Holzbau und Festigkeitslehre) gemeinsam mit den Studenten der Projektgruppe Holzbau. Foto: Hochschule Koblenz/Oliver Koch

  • Die vier Masterstudenten im Studiengang Bauingenieurwesen bei der Präsentation (Martin Daub, Niclas Gönner, Kevin Hausen und Nicolai Bengel) vor dem Gemeinderat in Urmitz. Foto: Hochschule Koblenz/Oliver Koch

Der Neubau der zukünftigen Vereinsstätte soll die aktive kulturelle Vereinsarbeit innerhalb der Gemeinde mit barrierefreiem Wohnen verbinden und so ein Ort der Begegnung für alle Bewohner und Nutzer werden. Vier Studenten des Masterstudiengangs Bauingenieurwesen befassten sich im Rahmen einer Hausarbeit im Bereich Holzbau mit dieser interessanten Aufgabenstellung. „Es ging darum, das Gesamttragwerk der zukünftigen Vereinsstätte in einer nachhaltigen Holzbauweise auf dem Niveau einer Vorentwurfsplanung zu entwerfen“, erklärt Prof. Dipl.-Ing. Tim Göckel, Professor für Holzbau und Konstruktive Grundlagen an der Hochschule Koblenz. Die Masterstudenten hatten ihre Planungsergebnisse bereits im Juni bei einem Treffen am RheinMoselCampus in Koblenz erstmals Vertreterinnen und Vertretern der Gemeinde Urmitz und der Verbandsgemeinde Weißenthurm vorgestellt.

In ihrem Planungsentwurf fokussierten sich die Masterstudenten vor allem auf eine Holzbauweise, die verschiedene Vorteile wie beispielsweise geringe Kosten, eine trockene Bauausführung und eine verkürzte Bauzeit mit sich bringt. Zum Konzept gehören außerdem der Einsatz von Decken in Holz-Beton-Verbundweise, einer leistungsstarken Hybridkonstruktion aus den Werkstoffen Holz und Beton: Durch den materialgerechten Einsatz von Beton und Holz könne man die Eigenschaften beider Werkstoffe optimal nutzen, was zu hochleistungsfähigen Bauteilen mit sehr guten Schallschutzeigenschaften und vorteilhaftem Schwingungsverhalten führe.

Die Mitglieder des Gemeinderates seien von den Ergebnissen sehr angetan gewesen, berichtet Prof. Göckel. „Die Präsentation der Planungsergebnisse ist nun für die Gemeinde Urmitz ein gelungener Startschuss für alle weiteren möglichen Schritte und Planungen. Denn eine neue Vereinsstätte soll es wohl definitiv geben.“ Man wolle im weiteren Verlauf auch Architekturstudierende der Hochschule Koblenz und deren Expertise mit einbinden.