Aktuelles Ihre Tollität zu Gast am RheinMoselCampus

Zu welcher Gelegenheit darf ein Student des Bauingenieurwesens seine Professorinnen und Professoren ganz ungestraft „Närrinnen und Narrhalesen“ nennen? Wenn er als „Der flammende Niederberger“ Prinz Marcel I. nebst Confluentia Rebecca und Gefolge vom Närrischen Corps Blau-Weiß von 1962 e.V. in „seine“ Hochschule einmarschiert. Der Fachbereich bauen-kunst-werkstoffe der Hochschule Koblenz hatte diesen Prinzenempfang auf die Beine gestellt, um seinem derzeit in der Region prominentesten Studierenden einen herzlichen Empfang am RheinMoselCampus auf der Karthause zu bereiten. Prof. Dr. Kristian Bosselmann-Cyran, Präsident der Hochschule Koblenz, freute sich über so hohen Besuch in seinem Haus und über den ihm verliehenen Karnevalsorden.

„Dieses Semester war ich noch nicht so oft am Campus“, gestand Seine Tollität, gelobte aber baldige Besserung und Präsenz in den Vorlesungen: „Ich studiere sehr gerne hier und verspreche Euch: Nach Aschermittwoch habt Ihr mich wieder!“ Da wurden aus dem närrischen Publikum Stimmen laut, dem Prinzen bei der nächsten Klausur doch einen kleinen Vorsprung zu gewähren – vielleicht für jeden verliehen Karnevalsorden einen Bonuspunkt?

Da an der Hochschule Koblenz die 5. Jahreszeit noch nicht im Semesterplan steht, präsentierte sich der Elferrat der Hochschule als personell übersichtlicher Dreierrat, bestehend aus dem Ratspräsidenten und ehemaligen Prinzen Prof. Ulof Rückert (Architektur), dem spontan zum Jecken gewordenen Prof. Dr. Wolfgang Bogacki (Bauingenieurwesen) sowie dem Diplom-Mathematiker und Lehrbeauftragten Rolf Berweiler. Letzterer stieg zu Beginn der Veranstaltung als Mathe-Punk in die Bütt, um den anwesenden Jeckinnen und Jecken die Wartezeit auf den Besuch des Prinzen zu versüßen. Tatkräftig unterstützt wurde das magische Trio von ihrem Lakai, dem jungen Bauwirtschaftsingenieur und wissenschaftlichen Mitarbeiter Oliver Koch.

Der Prinzenempfang, zu dem auch Volk aus anderen Abteilungen der Hochschule Koblenz gekommen war, fand in der liebevoll dekorierten Maschinenhalle statt – dort, wo sonst zum Beispiel in spektakulären Versuchen Betonbalken zum Bersten gebracht werden. Ihre Lieblichkeit Confluentia Rebecca fühlte sich sichtlich wohl an diesem ungewöhnlichen Ort: „Jetzt habe ich auch mal gesehen, wo mein Prinz so seine Freizeit verbringt“.

Nach diesem erfolgreichen Auftakt denkt der Fachbereich bauen-kunst-werkstoffe darüber nach, auch in künftigen Sessionen die dann amtierenden Tollitäten zum Prinzenempfang an den Campus auf die Karthause einzuladen. Das würde sich auch Prinz Marcel I. als normaler Student nicht entgehen lassen: „Da bin ich dabei und mache Euren Dreierrat zum Viererrat.“