Aktuelles Freude über Promotion am Fachbereich Mathematik und Technik

Der Promotionsabschluss ist für die Absolventinnen und Absolventen von Hochschulen für angewandte Wissenschaften noch keine Selbstverständlichkeit. Umso größer ist die Freude, wenn es einen Promotionsabschluss zu feiern gilt – und sich damit für den Absolventen weitere berufliche Perspektiven eröffnen: Am Fachbereich Mathematik und Technik der Hochschule Koblenz hat Dr. Konrad Henn im Rahmen einer kooperativen Promotion mit dem Lehrstuhl Regelungs- und Steuerungstechnik der Universität Siegen unter der Leitung von Prof. Dr. Hubert Roth promoviert. Mit dem frisch gebackenen „Herrn Doktor“ freuen sich nicht nur seine Prüfer, sondern auch seine direkten Betreuer am RheinAhrCampus der Hochschule Koblenz, Prof. Dr. Gail Gubaidullin und Prof. Dr. Jens Bongartz, in deren Arbeitsgruppe und Laboren die Arbeit durchgeführt wurde.

  • Von links nach rechts: Prof. Dr. Hubert Roth (Uni Siegen), Dr. Konrad Henn, Prof. Dr. Barbara Hahn (Hochschule Koblenz/RheinAhrCampus), Prof. Dr. Mario Pacas (Uni Siegen), Prof. Dr. Claus-Peter Fritzen (Uni Siegen).

Henn hat in seiner Arbeit die Bereiche Medizinrobotik und Lasermedizin kombiniert und sich damit beschäftigt, wie man komplizierte Laseroperationen perfektionieren kann, bei denen die Schnittführung ganz exakt sein muss. Dabei sind Trennschnitte an Knochen ein wichtiges Thema. Vorstellbar wäre zum Beispiel, dass ein genau geformtes Knochenstück für eine plastische Operation erzeugt werden muss. Für solche Aufgaben bietet es sich an, dem Arzt eine Roboterunterstützung zu geben, denn damit lassen sich auch komplizierte Schnittmuster hervorragend programmieren.

Diese Technologie hat Dr. Konrad Henn entscheidend weiterentwickelt, indem er dafür gesorgt hat, dass der Laser sofort seine Arbeit einstellt, wenn er anstelle von Knochen auf Weichgewebe trifft. Der exakte Begriff dafür ist „spektroskopische Rückkopplung“. Er nutzt dabei den Effekt, dass der Laser bei der Operation das Material quasi „zum Leuchten“ bringt. Die Unterschiede der Strahlung von verschiedenen Gewebearten werden für die Steuerung des Lasers benutzt.