Aktuelles Film “Sex my Life” mit Podiumsdiskussion

Das Gleichstellungsbüro der Hochschule Koblenz zeigte in Kooperation mit dem ZIS – Zentrum für Internationales und Sprachen sowie Peter-Erwin Jansen, Initiator des Hochschulforums und Lehrkraft für besondere Aufgaben im Fachbereich Sozialwissenschaften, den Film „Sex my Life“, Thema Diversity, am RheinMoselCampus der Hochschule Koblenz.

Nach einer kurzen Begrüßung im Namen der Hochschulleitung und der Gleichstellungsbeauftragten Prof. Dr. Daniela Braun und einer kurzen Einleitung stieg Jansen mit adäquaten Zitaten Judith Butler’s zum Thema Transidentität und Diversität ein. Zudem stellte er kurz die geladenen Expert_innen Esther Lau (Queer Mittelrhein e.V.), Oliver Antepöhler (KoQZ. Koblenzer Queer Zentrum e.V.), Jannik Aron (Sozialarbeiter), Julia Aron (Gleichstellungsstelle Hochschule Koblenz), Patrick Zwiernik (Mitglied im Koblenzer Stadtrat, Bündnis 90 / Die Grünen) sowie der Co-Produzent des Film Behrouz Sadatie (Filmagentur SaraeS Frankfurt a. M.) vor. Der Film behandelt die Lebensgeschichten mehrerer transidenter Protagonist_innen, die auf dem Weg zu sich selbst von einer Kamera begleitet werden. Regisseur Bahman Motamedian wagt sich hiermit an ein Thema, welches im Iran zu einem absoluten gesellschaftlichen Tabu zählt. Frei von Wertungen zeigt er wie die Darsteller_innen versuchen ein Leben zu führen, dass aus Sicht der Medizin eine Krankheit, aus Sicht der Familien eine Schande ist. Im Anschluss an die Filmvorführung präsentierten die Expert_innen adäquate Statements zum Thema Transidentitäten, Gender, Sichtweisen, gesellschaftliche Verortung und zum Film und es folgte eine konstruktive Diskussion, an der sich alle anwesenden Interessent_innen mit den Expert_innen rege beteiligten. Es ging um transidente Lebensarten, Sichtweisen der Gesellschaften im Iran, aber auch in Deutschland und Europa. Dabei konnte unter anderem auch festgestellt werden, dass es mehr Gemeinsamkeiten als vermutet gibt, wodurch klar wurde, dass sowohl in privaten, in öffentlichen als auch in wissenschaftlichen Kontexten Konstruktionen wie Geschlecht und Identitäten immer wieder neu gedacht und dekonstruiert werden müssen, also ein stetiger Prozess, an dem alle arbeiten dürfen.