Aktuelles Alexander Tutsek-Stiftung fördert Klasse „Freie Kunst Glas“ der Hochschule Koblenz

Die Alexander Tutsek-Stiftung in München fördert die Klasse „Freie Kunst Glas“ des Instituts für Künstlerische Keramik und Glas (IKKG) der Hochschule Koblenz seit 2015 mit einem Betrag von insgesamt 300.000 €. Dank dieser Förderung konnte nun ein neuer moderner Heißglasofen fertiggestellt werden. Der wohl beste Studio-Ofenbauer Europas Durk Valkema aus Amsterdam war für den Bau verantwortlich. Die Stiftung finanzierte darüber hinaus die Anschaffung von Werkzeugen und Materialien zur Glasbearbeitung, mehrere Ausstellungsprojekte sowie Lehraufträge mit Gastdozenten. Die Alexander Tutsek-Stiftung sichert mit ihrem Engagement den Fortbestand der Heißglasausbildung am Standort Höhr-Grenzhausen. Somit leistet sie einen wesentlichen Beitrag, das Material Glas als einen Werkstoff der zeitgenössischen Kunst verstärkt zu etablieren.

Prof. Jens Gussek, Leiter des IKKG, weihte feierlich und im Beisein zahlreicher Gäste am Samstag, 30. September 2017, den neuen Ofen ein. Parallel dazu stellte die Klasse „Freie Kunst Glas“ die Publikation „subtext glas(s)“ vor, die im Rahmen des Förderprojekts erschienen ist. Sie gibt einen Überblick über die vergangenen sechs Jahre am Institut und beschreibt in Text und Bild die Entwicklungen der zeitgenössischen Kunst mit Glas unter der Leitung von Prof. Jens Gussek. Am selben Tag fand „stARTup“ statt, ein Tag des offenen Instituts zum Semesterbeginn, an dem die diesjährigen Stipendiaten des Künstlerhaus Schloss Balmoral Vorträge hielten und das Institut Führungen, Demonstrationen am Heißglasofen sowie ein Raku-Brand anbot.

„Wir wollen mit diesem Projekt das Material Glas in der zeitgenössischen Kunst stärken. Die Förderung weiterer Glasfachschulen und Glasklassen an Kunstakademien ist in Vorbereitung“, erläutert Dr. Eva-Maria Fahrner-Tutsek, Vorstandsvorsitzende der Alexander Tutsek-Stiftung, zur Vergabe der Förderung. Die Alexander Tutsek-Stiftung wurde im Dezember 2000 von Alexander Tutsek und Dr. Eva-Maria Fahrner-Tutsek als gemeinnützige Stiftung mit zwei Schwerpunkten gegründet. Sie fördert Kunst und Wissenschaft. In der Kunstförderung liegt der Fokus auf den Bereichen zeitgenössisches Glas und Fotografie. Ein Ziel der Stiftung ist es, einen größeren Kennerkreis für diese speziellen Ausdrucksformen der Kunst zu erschließen. Wenige Künstler verwenden den Werkstoff Glas für ihre Werke, trotzdem hat sich das vielfältig zu bearbeitende Material zu einem interessanten Bereich in der bildenden Kunst entwickelt. Freie Werke mit vieldeutigen Aussagen sind an die Stelle gebundener Formen wie Vasen oder Schalen getreten. Subtile, abstrakte Themen, die mit anderen Materialien so nicht auszudrücken sind, werden aufgegriffen.

Die Klasse „Freie Kunst Glas“ existiert in Höhr-Grenzhausen seit 17 Jahren. Immer wieder werden Studierende und Absolventen mit weltweit renommierten Preisen ausgezeichnet. „Unser Institut bietet als eine der wenigen international hochrangigen Einrichtungen der bildenden Kunst talentierten jungen Leuten eine umfassende künstlerische Ausbildung mit dem Schwerpunkt moderne Skulptur mit Glas. Die Facetten dieses künstlerischen Werkstoffes sind noch keineswegs vollständig ausgelotet. Glas bleibt ein Angebot, das eine große Bandbreite an künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten bietet. Neben seinen faszinierenden ästhetischen Qualitäten hält dieses Material die große Herausforderung bereit, diese inhaltlich anzureichern“, so Gussek, der selbst das Material Glas in den Mittelpunkt seines künstlerischen Schaffens stellt.